Veranstaltungskalender
Die Schillergruft (Edition A∙B∙Fischer)
Als 17-Jähriger war Hultenreich wegen Fluchtversuchs aus der DDR an der tschechischen Grenze zu Bayern verhaftet worden. Als er sich vor Gericht mit Schiller-Zitaten verteidigte, ließ ihn die Staatsanwältin in die Psychiatrie Pfafferode einweisen. Nach sechsmonatigem Freiheitsentzug wurde er in einer zweiten Verhandlung zu einer zweieinhalbjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Im Jahr 1985 konnte er nach Westberlin ausreisen und lebt seitdem im Stadtteil Wedding als Schriftsteller und "Tuschör". Der 1948 in Erfurt geborene Hultenreich zeichnet sich durch eine unverwechselbare literarische Stimme aus, die innerhalb der deutschen Literatur mehr Beachtung verdiene, begründet die Jury ihre Wahl für die Kester-Haeusler-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung 2013. Sein außergewöhnliches Erzähltalent hat Hultenreich unter anderem in dem Roman "Die Schillergruft" bewiesen. Die Parabel über eine kranke Gesellschaft sei einer der bedeutendsten Romane über die DDR-Gesellschaft. §
Einführung: Vera Lengsfeld---
der Zeitzeuge liest seinen Text im Buch
Referent
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Jürgen K. Hultenreich